Tipps gegen den Jetlag - Der Zeitzonenkater


 

Wer kennt das nicht, nach langen Flügen auf einer Reise über mehrere Zeitzonen. Man ist zu den unmöglichsten Uhrzeiten Müde und später liegt man im Bett und kann nicht schlafen.

 

Dann leidet man wohl unter dem berühmten Jetlag. Was das genau ist, wie der zustande kommt möchten wir euch hier erklären. Dazu gibt es natürlich auch Tipps gegen den Jetlag.

 

 

Was ist eigentlich dieser Jetlag?

 

Im Grunde ist der Jetlag nur eine Störung im Schlaf-Wach-Rhythmus, hervorgerufen durch eine schnelle Reise über mehrere Zeitzonen.  Bei der Ankunft am Zielort ist dann die innere Uhr des Körpers nicht mehr mit der Zeit am Ort synchronisiert.

Essen und schlafen soll man nun zu Zeiten, auf die der Körper gar nicht eingestellt ist. Selbst die Hormone im Körper und die natürlichen Schwankungen der Körpertemperatur kommen völlig aus dem Takt, der ganze Bio-Rhythmus ist durcheinander. Daher ist der Jetlag tatsächlich als Zirkadiane Schlafstörung anerkannt und erforscht. (Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1297314/)

Umgangssprachlich wird der Jetlag auch mal Zeitzonenkater genannt. Wenn ihr den Begriff bisher nicht kanntet, so geht es euch wie uns. Wir haben den Begriff gerade bei der Recherche zu diesem Artikel zum ersten Mal gelesen.

 

Welche Beschwerden macht der Jetlag?

 

Diese können recht vielseitig sein und wir haben die selber wohl alle durch. Da sind natürlich die Schlafstörungen besonders auffällig. Da kommt man an seinem Urlaubsort an, ist 22 Stunden auf den Beinen, davon 10 oder mehr Stunden im Flugzeug. Todmüde ist wohl die passende Beschreibung für den Zustand. Man fällt ins Bett, schläft auch flott ein – aber um 4 Uhr morgens ist dann Tag. An Schlaf nicht mehr zu denken. Toll wenn man dann in einer Stadt wie Las Vegas ist, wo man auch zu so einer Uhrzeit lecker Frühstücken kann.

Am ersten Tag leiden Mel und ich dann oft noch unter Müdigkeit (zu den unmöglichsten Zeiten) und auch Schwindelgefühl. Einige Leute berichten auch von Stimmungsschwankungen oder Appetitlosigkeit. Diese Anzeichen haben wir aber weniger, wenn wir in den USA ankommen. Da spielt aber zum einem die Tatsache eine Rolle, das man am Beginn eines (hoffentlich) schönen Urlaubes steht und entsprechen gut ist die Stimmung. Und Appetitlosigkeit – ne, nicht wirklich, wenn da plötzlich ein Steak vor einem liegt. Anders sieht das aber auf dem Rückweg aus, dazu aber gleich noch mehr.

Bei uns ist das so, dass diese Symptome auf dem Hinflug meist am zweiten Tag vorbei sind. Dabei soll man sich nicht täuschen lassen.

 

Spielt die Flugrichtung eine Rolle?

 

Eindeutig – Ja! Zumindest ist das bei uns beiden so. Wie schon geschrieben, auf dem Hinflug (Richtung Westen) dauern die Beschwerden meist nur einen Tag, dann ist das Thema Jetlag irgendwann durch.

Nach dem Rückflug (Richtung Osten) sieht das ein wenig anders aus. Ganz besonders das Thema Schlafstörungen spielt da über mehrere Tage eine zentrale Rolle. Man liegt tagelang am Abend im Bett, ist müde, kann aber trotzdem nicht wirklich schlafen.

 

Warum ist das so?

 

Nun, wenn man Richtung Westen fliegt, dann verlängert sich ja der Tag. Man kommt meistens gegen Mittag oder am Abend Ortszeit am Zielort an. Dann hat man einen langen Tag hinter sich und fällt ins Bett, aber es ist halt auch wirklich schon Abend. Auch wenn man dann um 4 oder 5 Uhr schon wieder wach ist, es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Damit kommt man einfacher in den neuen Schlafrhythmus hinein.

Wenn man nach Osten fliegt, fliegt man meist durch die Nacht und kommt dann am frühen Morgen an. Man ist lange auf den Beinen, der Flug war anstrengend (nein wir können im Flugzeug nicht schlafen), und es ist früh am Morgen. Wenn man sich jetzt zu Hause hin legt, dann ist der Rhythmus direkt im Eimer.

Natürlich sind die Empfindungen, die Beschwerden und die Probleme mit dem Jetlag sehr individuell. Jeder Reisende empfindet diese Dinge anders und geht auch anders mit den Problemen um.

 

Tipps gegen Jetlag?

 

Diese Tipps sind recht individuell. Es sind entweder unsere Erfahrungen oder die von Freunden und Bekannten.

 

 

Tipps für den Umgang mit dem Jetlag

 

  • Am Zielort in den Lebensrhythmus einsteigen – Kommt man am frühen Morgen an, dann bleiben wir bis mindestens zum frühen Abend wach.
  • Uhr im Flugzeug frühzeitig umstellen – Warum das? Weil man sich innerlich schon an die Zeit am Zielort gewöhnt. Jetlag ist auch ein klein wenig Kopfsache.
  • Viel Trinken im Flugzeug – Durch die trockene Luft in den Flugzeugen neigt der Körper sowieso schon zum austrocknen (Dehydration). Das würde die Beschwerden des Jetlag zusätzlich negativ beeinflussen. Aber – Bitte keinen Alkohol!
  • Keinen Wecker am ersten Morgen – Bei Flügen nach Westen braucht man den eh nicht – da wird man von alleine Wach. Und in die andere Richtung, nicht direkt nach der ersten Nacht um 8 Uhr einen Termin machen. Schlafen, so gut und so lange es geht.
  • Die ersten ein oder zwei Tage ruhiger angehen lassen – Am Reiseziel genießen wir die ersten beiden Tage meist ein wenig mit angezogener Handbremse. Und wenn wir zurück kommen, bauen wir uns immer einen Puffer von 2-3 Tagen ein, bis wir wieder zur Arbeit müssen.
  • Frische Luft und Tageslicht – Wenn die Müdigkeit einen, zu einer völlig unpassenden Zeit erreicht, einfach mal an die frische Luft gehen. Das belebt dann wieder für eine Stunde. Das Tageslicht hemmt zusätzlich die Produktion des Hormons Melatonin im Körper, welches die Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst.
  • Im Flugzeug schlafen – Besonders bei Flügen in Richtung Osten soll das helfen, wie uns einige Bekannte berichteten. Wir können das nicht bestätigen, da wir im Flugzeug nicht schlafen können (eng, laut, unbequem).

 

Vorbeugende Maßnahmen gegen den Jetlag

 

Vorbeugend kann man auch den Schlafrhythmus bereits an das Zielgebiet anpassen, wenn man dazu zeitlich die Möglichkeit hat:

  • Richtung Westen: Über ein paar Tage immer eine Stunde später schlafen gehen und aufstehen.
  • Richtung Osten: Eine Stunde Früher ins Bett gehen und entsprechend eine Stunde früher aufstehen, auch über einen Zeitraum von ein paar Tagen.

Diese Maßnahmen können funktionieren, nur wer hat schon die Zeit dafür um das im Alltag oder auf der Reise durchzuziehen?

 

Alkohol und Tabletten sind keine Lösung

 

Wie auch in anderen Lebensbereichen, Alkohol und Tabletten, sind keine Lösung. Hier und da werden mal Tabletten empfohlen, die das Schlafhormon Melatonin enthalten um damit künstlich den Schlaf-Wach-Rhythmus zu beeinflussen. Aber, zum einem sind Tabletten mit diesem Hormon bei uns nicht (legal) zu erwerben. Wir denken, das durch die Einnahme von solchen Mittelchen der Rhythmus nur komplett aus der Bahn geworfen wird.

 

Fazit – Jetlag einfach akzeptieren

 

Die genannten Tipps gegen Jetlag setzen wir zum großen Teil selber ein. Aber zum Ende noch der wichtigste Tipp:

Den Jetlag einfach als Teil der Reise akzeptieren!

Für uns gehört der Jetlag und seine Folgen einfach zu einer Fernreise dazu. Man kann die Tipps oben befolgen, damit werden die Beschwerden ein wenig zum Positiven beeinflusst und man kommt schneller raus aus dem Zustand Jetlag. Aber, sie verhindern ihn nicht, er ist da – egal was ihr unternehmt. Seid euch dessen vor Antritt der Reise im klaren und akzeptiert den Jetlag als Teil eurer wunderschönen Reise.